Asylverein

 
Auf Initiative von Elisabeth Rellstab engagieren sich sieben Frauen zur Schaffung einer Krankenanstalt für arme Frauen und Männer. Am 4. Juni 1877 wird das Krankenasyl in einem Haus am Plätzli eröffnet. Der Platz ist bald zu knapp. Bis 1896 werden 497 Patienten gepflegt. Ein Neubau drängt sich auf. Eine Kommission von Männern ist verantwortlich für die Planung des Krankenhauses an der oberen Leigass. Der Architekt Karl Schweizer, Wädenswil, entwirft das Gebäude. Finanziert wird es durch Spendengelder. Die Einweihung findet am 14. November 1886 statt. Die Frauen sind verantwortlich für den Betrieb, die Männer für Bau- und Finanzfragen.
Das 1886 eröffnete Krankenasyl an der Schönenbergstrasse.
Der Asylverein kümmert sich auch um die Einrichtung eines Altersheims für alleinstehende Männer und Frauen. Zu diesem Zweck mietet der Verein zunächst ein Zweifamilienhaus im Rötiboden, das am 15. Mai 1915 bezogen werden kann. Auf der Fuhr erwirbt der Verein später Land für einen Neubau. Das Projekt der Gebrüder Bräm, Zürich/Wädenswil, gewinnt den Architekturwettbewerb und realisiert den Bau. Die Eröffnung findet am 28. April 1928 statt.
Das Krankenhaus wird in den 1920er Jahren zu klein, ein Neubau wird geplant. Professor Salvisberg von der ETH entwirft ein Bauprogramm für 50 bis 60 Betten. Aus dem Wettbewerb gehen wieder die Architekten Gebrüder Bräm als Sieger hervor. Finanziert wird der Bau teils durch den Kanton, teils durch grössere Spenden und durch eine Hypothek bei der Sparkasse. Rasch steigt die Patientenzahl. 1955 wird zusätzlich ein Personalhaus gebaut. Der Betrieb des Spitals übersteigt bald die finanziellen Möglichkeiten des Asylvereins, obwohl der Kanton 90% des Defizits deckt. Ab 1963 übernimmt die Gemeinde die ungedeckten Kosten. Zu diesem Zweck werden die Gebäude und das Land vom Asylverein auf eine Stiftung übertragen. [dbi]


Link zur heutigen Organisation
Wohnzentrum Fuhr