SUST (Seestrasse 90)

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Straffer spätklassizistischer Kubus mit flachem Walmdach, entstanden in der Gründerzeit durch Auftstockung und Umgestaltung eines biedermeierlichen Nutzbaus. Interessantes Beispiel für Funktionswechsel: Sust (Warenmagazin) – Verwaltungsgebäude (SOB) – Schulhaus – Jugendhaus.
Fotografie um 1870, Ausschnitt: (links Sust, rechts Seehof).

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1839-1840
Bau eines Warenmagazin für den Umschlag vom Wasser- zum Landtransport (Sust) und eines zugehörigen Hafens, in Koordination mit dem Bau der neuen Seestrasse.
 
Um 1873–1875
Der Susthafen wird aufgefüllt; an seiner Stelle entsteht der Güterschuppen, als Teil der ersten Bahnhofanlage Wädenswils (eröffnet 1875): Die Sust verliert ihre ursprüngliche Funktion.
 
1890–1891
Nach Plänen von Architekt Karl Schweizer wird das Gebäude aufgestockt; bis 1932 ist die Verwaltung der SOB (Schweizerische Südostbahn) in ihm eingemietet. Später wird es zeitweise von der Gewerblichen Fortbildungsschule genutzt.
 
1985–1987
Unter Beteiligung von Jugendlichen wird die Sust zu einem Jugendhaus umgebaut und ist fortan das wichtigste Gebäude für die Wädenswiler Jugendarbeit. 1991–1992 wird das Äussere unter Leitung des Bautechnikers Jürg Manser renoviert.