Kurzbiographie Hans Streuli

Autor: Andreas Hauser, Juli 2018

* 13. Juli 1892 in Zürich; † 23. Mai 1970 in Aarau, von Richterswil und Wädenswil. Sohn von Malermeister Jean Streuli und Susette geborene Schmidt. 1922 Heirat mit Clara Pünter; das Paar hatte zwei Töchter und einen Sohn. Ausbildung und Berufsleben: Besuch der Primarschule in Wädenswil, des naturwissenschaftlichen Gymnasiums in Lausanne. Studium der Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich 1911-16 (mit Unterbrüchen). 1917 München (Technische Hochschule). 1918-19 bei Architekt Büeler in Amriswil. 1919 Eröffnung eines Architekturbüros in Wädenswil. Nach der Heirat 1922, Verlegung des Wohnsitzes nach Richterswil, in ein der Familie der Ehefrau gehöriges Haus. 1928-35 FDP-Gemeindepräsident von Richterswil. 1935 Übergabe des in der Treu verbliebenen Architekturbüros an seinen Mitarbeiter Heinrich Kübler, im Zusammenhang mit der Wahl Streulis in den Regierungsrat des Kantons Zürich. Als solcher im Amt 1935-53 (Finanzdirektor). 1939 Präsident des Organisationskomitees der Landesausstellung in Zürich; dafür 1940 Ehrendoktor der Universität Zürich. 1954-1959 FDP-Bundesrat (Finanz- und Zolldepartement). Nach seinem Rücktritt aus dem Bundesrat Präsidium der Nationalen Gesellschaft zur Förderung der Atomindustrie, der Eidgenössischen Bankenkommission, der Pestalozzi-Stiftung und des Schweizer Spitals in Paris.

Literatur: 1) Who’s who in Switzerland, hg. von James Schwarzenbach und Stephen Taylor, Zürich 1955, 403. 2) GEP Gesellschaft ehemaliger Studierender der Eidg. Techn. Hochschule, 62. Mitgliederverzeichnis, Jubliäumsausgabe 1969, 703. 3) Biographisches Lexikon verstorbener Schweizer, wohl Bd. 7, 1975. 4) Peter Ziegler: Zum hundertsten Geburtstag von Bundesrat Dr. Hans Streuli 1892–1970, in: Allgemeiner Anzeiger vom Zürichsee/Grenzpost 13.7.1992, 11. 2) Katja Hürlimann, in: Historisches Lexikon der Schweiz, Bd. 12, Basel 2013, 71–72.