Am Anfang stand eine private Initiative
Quelle: Gwerbziitig Wädi Dienstag, 4. Februar 2021 von Peter Ziegler
Trinkwasser, Gas und Elektrizität zu liefern und nachts die Strassen zu beleuchten, ist heute eine Gemeindeaufgabe. Dabei geht oft vergessen, dass all diese Einrichtungen einst auf private Initiative hin durch Genossenschaften eingeführt wurden.
Hirschen und Florhof im Jahre 1917. Elektrische Beleuchtung über der Zugerstrasse.
Der 1931 abgebrochene Kronenbrunnen. Im Hintergrund das Haus Merkur.
Seit den 1920er Jahren beklagten sich die Bewohner des Au-Gebietes, welche an die private Wasserversorgung von Gottlieb Haab im Steinacher angeschlossen waren, über die Qualität des gelieferten Quellwassers. Die Behörden schufen Abhilfe: Am 3. April 1927 beschloss die Gemeindeversammlung den Erwerb des privaten Leitungsnetzes und des Reservoirs Langwis sowie den Bau eines Pumpwerks am Fusse des Au-Hügels.
Nachdem die Trinkwasserverhältnisse im Gebiet der Au saniert waren, drängte sich eine Lösung für den Wädenswiler Berg auf. 1934 erwarb die Gemeinde die private, längst nicht mehr genügende Bergwasserversorgung, baute das Versorgungsnetz grosszügig aus und liess auf der Schlieregg ein Reservoir erstellen.
Gaswerk Wädenswil an der Eintrachtstrasse, in Betrieb von 1874 bis 1926.
Sihlkraftwerk Waldhalde, eingeweiht 1895.