Humm, Ambrosius (1924-2018)


* 30. Oktober 1924 in Zürich, 20. November 2018 in Wädenswil, Maler, Zeichner, Radierer, Grafiker und Bühnenbildner.
Ambrosius Humm wurde in eine kunstgeprägte Familie geboren. Sein Vater war der Schriftsteller Rudolf Jakob Humm und seine Mutter die Malerin Lili H.-Crawford. Nach einer Schreinerlehre arbeitete er ab 1944 als Assistent für die beiden berühmten Bühnenbildner Teo Otto und Caspar Neher am Schauspielhaus Zürich. Ab 1948 wurde er Chef-Bühnenbildner am St. Galler Stadttheater. Dort stattete er gegen 70 Bühnenstücke mit Kulissen und Kostümen aus. 1953 ging er nach Nürnberg, wo er bis 1960 an den Städtischen Bühnen arbeitete und für rund 200 Ausstattungen verantwortlich war.
Nach seiner Rückkehr wurde Humm für verschiedene Bühnen engagiert, darunter am Zürcher Neumarkt-Theater, am Berliner Schlosspark-Theater, am Wiener Burgtheater, am Freiburger Stadttheater, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Basler Theater, am Berner Stadttheater und am Zürcher Schauspielhaus.
Als Filmausstatter engagiert man ihn unter anderem bei den Produktionen «Zwiespalt des Herzens» (53), «Hinter den sieben Gleisen» (59), «Café Odeon» (59) und «Es Dach überem Chopf» (62) und als künstlerischer Leiter bei «Wilhelm Tell» (60) und «Im Parterre links» (63).
1972 zog Ambrosius Humm mit seiner Familie, seiner Ehefrau (Heirat 1953), Malerin Regula Rellstab und 4 Kindern nach Wädenswil. Neben seiner Arbeit beim Theater und Film verbrachte Ambrosius Humm seine Lebenszeit weitgehend im Atelier. Er wohnte dort im grossen Haus mit kleinem Atelier, welches sich im Laufe der Zeit mit seinen Bildern füllte. «Er malte, damit er nachts nicht träumen musste». [cle]