Am 26. April 1988 wurde mit einem kleinen Fest das zehnjährige Bestehen gefeiert. Mit lustigen Sketchen und diversen humoristischen Einlagen wurde Rückschau gehalten, und einige der vielen Veranstaltungen passierten Revue. In einem eigens für diesen Abend verfassten Lied kommt die Bedeutung des Frauentreffs für viele Frauen der Au sehr treffend zum Ausdruck:
Vor nunmehr zehn Jahren - am 25. April genau –
da fand erstmals statt das Frauentreff Au.
Fünf mutige Frauen waren
begeistert bereit,
diesem Treffpunkt zu schenken
Ideen und Zeit.
Vorher gab es hier nichts für die Frauen,
woran sie sich tagsüber konnten erbauen.
Jetzt war es möglich,
der Hausarbeit zu entfliehen
und für zwei Stunden
zum Frauentreff zu ziehen.
Man freut sich stets auf diesen Morgen
und vergisst dabei oft seine Sorgen.
Hier gilt es, gemeinsam
den Horizont zu erweitern
und durch Vorträge das Wissen zu verbreitern.
Nach und nach wurde
das Lampenfieber überwunden,
das Selbstvertrauen stieg
nach mehreren Runden.
Bei uns hat jede Frau etwas zu sagen,
doch sollten es viel mehr noch wagen.
Wir haben auch interessante
Ausflüge unternommen
Und sind gern
dafür zusammengekommen.
Dank Frauentreff sind gute
Kontakte entstanden
zwischen Frauen, die sonst nicht
zueinander fanden. Verbessert wurde das Klima in der Au
durch diese Begegnungen
von Frau zu Frau.
Seit 1986 können wir
Zum Diskutieren bei Kaffee und Kuchen
auch unser gemütliches
Au-Treff-Kafi besuchen.
Dieses in Gedicht angesprochene gemütliche, kleine Kaffee besteht nun seit zwei Jahren und steht der ganzen Bevölkerung der Au offen. Es wird an Dienstag- und Donnerstagnachmittagen, sowie an Abstimmungssonntagen abwechslungsweise von den Frauen betreut. Doch auch hier wird nicht nur Kaffee getrunken, sondern es werden Kurse, Vorträge und Bastelnachmittage angeboten und durchgeführt. Galerienähnliche Wechselausstellungen gaben bis heute vier Wädenswiler Künstlern Gelegenheit, ihre Werke auszustellen.
Bestimmt wird das Frauentreff auch in Zukunft weiterhin aktiv und erfolgreich für Frauen jeder Altersstufe wirken. Allen, die bis heute Zeit und Ideen selbstlos eingesetzt haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.