Über uns

Das Team «Baukultur Wädenswil» plant Tafeln zur Beschriftung historischer Bauten herzustellen und, sofern die Eigentümer(innen) das erlauben, sie am Gebäude oder in dessen Nähe permanent aufzustellen. Interessierte Einwohner, Schulen, Vereine, Besucher könnten sich über die Geschichte eines Gebäudes orientieren oder mittels QR-Code, über eine Plattform weitere Informationen abrufen. Es ist geplant, die Information in mehrere Teile und Phasen zu gliedern.

>Eine Tafel mit historischen Daten am oder in unmittelbarer Nähe des Gebäudes, die in wenigen Sätzen die wichtigsten geschichtlichen Informationen über dieses festhält.

>Die Tafel enthält einen per Mobiltelefon anwählbaren QR-Code, durch welchen man auf der Homepage von baukultur-waedenswil.ch in einem «Baukasten» mehr Informationen über Gebäude anwählen kann.

>Der Baukasten wird auf weitergehende Dokumentation in der Literatur verlinkt.

Wir haben dieses Projekt in Phasen aufgeteilt und sehen folgende Teilschritte:

1. Kern
2. Dorf
3. Berg, Au
4. Schönenberg, Hütten

Grundlagen

Inventar der schützenswerten Bauten von Wädenswil: kommunal und überkommunal (Fangblätter auf der Gemeinde respektive bei der Kantonalen Denkmalpflege

1. Inventar der schützenswerten Ortsbilder des Kantons Zürich
2. Ortsgeschichtliche Bücher und mündliche Auskünfte von Peter Ziegler
3. Kunstführer durch die Schweiz
4. Archiv Peter Ziegler, Wädenswil
5. Alte Veduten, Fotos und Ortspläne
6. Baueingabepläne Stadt Wädenswil
7. Zonenplan

Kriterien für die Beschriftung

1. Hohes Alter (Alterswert)
2. Herausragende (kultur)geschichtliche Bedeutung
3. Hoher baukünstlerischer und/oder bauhandwerklicher Wert
4. Typischer Vertreter kunstgeschichtlicher Epochen/Stile
5. Typischer Vertreter einer architektonischen Gattung/Funktion
6. Städtebauliche Bedeutung (Bedeutung im Ortsbild)
7. Bedeutende Ensembles, Baugruppen

Team Phase «Kern»

Peter Ziegler (Prof. Dr. h.c. Historiker), 8820 Wädenswil, Wissenschaftliche Grundlagenarbeit
Andreas Hauser (Dr. phil. I, Kunsthistoriker), 8820 Wädenswil, Kunstgeschichtliche Bearbeitung 
Doris Bircher (lic. iur. Rechtsanwältin), 8820 Wädenswil, Lektorat, Beratung 
Christoph Lehmann (Kaufmann), 8805 Richterswil, Koordination, Datenpflege, Finanzen 
 

Wir sind erreichbar unter: info@baukultur-waedenswil.ch

Zeitplan

Muster einer Tafel entwerfen, Homepage mit Teilen des Baukastens von ausgesuchten Gebäuden aufschalten
Eigentümer(innen) über Projekt informieren
Kontakt mit Eigentümer(innen)
Einverständnis Eigentümer(innen) einholen und festhalten, Vorschlag für Standort
Bewilligungen Stadt Wädenswil einholen, bei überkommunalen Objekten Rücksprache mit Denkmalpflege
Gut zum Druck
Produktion Tafeln
Montage
Abschluss Phase I «1. Teil Kern», Tafeln und Teile Homepage im Stadtkern per Dezember 2021

Stand Homepage

Folgende Teile sind bereits bearbeitet und können angeklickt werden:

>Informationstafeln, eine Auswahl von Häusern im Zentrum
>Adlerburg, >Du Lac, >Ehemaliges Sekundarschulhaus, >Ehemalige Post, >Ehemalige Sparkasse, >Eisenhammer, >Freihof (Stadthaus), >Gewerbehaus, >Güterschuppen, >Hohle Eich, > Neuhof, >Rosenhof, >Schmiedstube, >Seehof, >Sonne, >Stadtbibliothek, >Sust, >Villa Flora

>Quartier, >Dorf-/Stadtkern, >Tor Schönenbergstrasse
>Baugattungen >Feuerwehrbauten und >Postgebäude und -büros
>Biographisches Lexikon, >viele Personen und Vereine, welche in den Jahrbüchern beschrieben wurden, >erste Firmen>alle Jahrbücher mit Verzeichnissen und Links, publizierte Artikel bis 2017

Finanzen

Das Team arbeitet gemeinnützig und kann damit das umfangreiche Archiv von Peter Ziegler einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Wissen ist fundiert und heute noch vorhanden.
Der Eintrag auf die Homepage ist für die Eigentümer(innen) kostenlos. Bei den Tafeln belasten wir unseren Nettoaufwand. Spenden sind natürlich jederzeit willkommen.

Presse

Baukultur Wädenswil: Erste Tafeln montiert

Quelle: Wädenswiler Anzeiger, 11 – November 2021, Text & Bilder Stefan Baumgartner
Das Team der Baukultur Wädenswil – Christoph Lehmann, Peter Ziegler, Doris Bircher und Andreas Hauser – freuen sich zusammen mit Stadtpräsident Philipp Kutter über den gelungenen Start der Tafelmontage.

Macht man einen Ausflug in die Nachbardörfer oder anderswo hin, flaniert durch Dorf- oder Altstadtgassen, fallen oftmals informative Tafeln an historischen Gebäuden ins Auge: Wer hat dieses Haus in welchem Baustil gebaut, wofür wurde es benutzt, was beherbergt es heute? Nicht so in Wädenswil. Bis anhin. Am 12. November wurden von «Baukultur Wädenswil» erste Infotafeln angebracht.

Wer in Wädenswil bis anhin Informationen zu einem Gebäude erhalten wollte, musste selbst recherchieren und fand allenfalls in einem gedruckten Werk – dann meist aus der Feder von Peter Ziegler – Näheres. Seit einiger Zeit nun existiert im Internet die Seite www.baukultur-waedenswil.ch, betreut von einem Projektteam, bestehend aus Kunsthistoriker Andreas Hauser, Doris Bircher, Christoph Lehmann – und natürlich Peter Ziegler. Dieses Team «Baukultur Wädenswil» plante – nebst der informativen Website – Tafeln zur Beschriftung historischer Bauten herzustellen, und, sofern die Eigentümerinnen und Eigentümer das erlauben, sie am Gebäude oder in dessen Nähe permanent sichtbar zu machen. Interessierte Einwohner, Schulen, Vereine, Besucher könnten sich so über die Geschichte eines Gebäudes orientieren und mittels QR-Code oder über die Website weitere Informationen abrufen. Die Tafeln aus Plexiglas enthalten kompakte Informationen sowie eine Abbildung des Objekts im ursprünglichen oder in einem älteren Zustand. Über den aufgedruckten QR-Code erhält man vertiefte Informationen.
Kürzlich wurden nun die ersten Tafeln an den Gebäuden befestigt, und eine Tafel – jene am «Freihof» – feierlich enthüllt. Der «Freihof» wurde nicht zufällig ausgewählt, ihn kennt man heute besser als Stadthaus, und so wusste Kunsthistoriker Andreas Hauser in seiner Ansprache zum Projekt allgemein und zum «Freihof» im Speziellen einiges zu erzählen. Stadtpräsident Philipp Kutter bemerkte, dass das Haus früher eine Spinnerei beherbergte – und meinte lakonisch, dass es Leute gäbe, die das Haus immer noch dafür hielten.
Stapi Philipp Kutter zeigt viel Freude an der am «Freihof» – dem Stadthaus – montierten Tafel.
Mit der Einweihung der ersten Tafel sowie der gleichzeitigen Montage weiterer Tafeln – Richterswils Gemeindepräsident Marcel Tanner half bei der Montage tatkräftig mit – ist ein erster Schritt vollbracht. Doch noch sind nicht alle historisch wertvollen Häuser in Wädenswil beschriftet, und auch nicht jedes Haus erhält nun eine solche Tafel. Alter, Bedeutung, baukünstlerischer und/oder bauhandwerklicher Wert sind ebenso Kriterien wie Stil und Funktion.



Die Geschichte von bedeutenden Gebäuden auf einen Blick

Quelle: Zürichsee-Zeitung, Bezirk Horgen, Samstag, 13. November 2021, Text Daniela Haag, Fotos Michael Trost
Die Gruppe Baukultur feiert die Enthüllung der ersten Informationstafel mit dem Stadtpräsidenten. Von links: Christoph Lehmann, Peter Ziegler, Doris Bircher, Philipp Kutter und Andreas Hauser.

Eine Arbeitsgemeinschaft will der Bevölkerung die Baukultur der Stadt näherbringen. Am Freitag hat sie am Stadthaus die erste Informationstafel enthüllt.
Wädenswil gilt als einer der am besten erforschten und dokumentierten Orte im Kanton Zürich, denn eine ganze Reihe von Historikern widmete sich der Ortsgeschichte und tut dies immer noch. Doch etwas fehlte Wädenswil bisher, was nach den Worten des Kunsthistorikers Andreas Hauser «gefühlt jede dritte Gemeinde hat», nämlich Informationstafeln an wichtigen Häusern.
Diese Lücke ist nun geschlossen. Am Freitag ist am Stadthaus die erste Infotafel montiert und feierlich enthüllt worden. Sie ist eine von zehn Haustafeln im Ortszentrum. Bis Ende Jahr folgen acht weitere. In einer zweiten Etappe sind weitere 18 Tafeln geplant. «Unser Ziel sind rund 50 Informationstafeln», sagt Christoph Lehmann, der das Projekt lanciert hatte.

Veränderungen aufzeigen
Die Tafeln aus Plexiglas sind so konzipiert, dass sie in wenigen Minuten gelesen werden können. Sie enthalten eine Abbildung des Objekts in seinem ursprünglichen oder einfach in einem älteren Zustand, um die Veränderung zu zeigen. Eine Zeittafel und eine kunsthistorische Würdigung informieren über die Entwicklung und Bedeutung des Bauwerks. Mittels QR-Code wird man auf eine Website mit weiteren Informationen geleitet.
Die ersten Haustafeln sind an Gebäuden im Ortszentrum montiert. Ein QR-Code führt zu einer Website mit weiteren Informationen.

So erfährt man beispielsweise, dass das Stadthaus 1811 als Baumwollweberei und Spinnerei erbaut wurde und in den Obergeschossen ursprünglich Wohnungen existierten. Nachdem die Wädenswiler den Bau eines neuen Gemeindehauses aus finanziellen Gründen abgelehnt hatten, diente es ab 1906 als Gemeindehaus und seit 1974 als Stadthaus.

Digitale Infothek erarbeitet
Das Projekt der Haustafeln ist von einer Arbeitsgruppe mit Initiant Christoph Lehmann, Kunsthistoriker Andreas Hauser, Historiker Peter Ziegler und der Juristin Doris Bircher erarbeitet worden. Sie verfügten über eine enorme Fülle an Informationen, die sie den Interessierten ebenfalls zur Verfügung stellen wollten.
Deshalb lancierten sie eine digitale Infothek, die sich als Ergänzung zu den Haustafeln versteht, aber noch viel weiter geht. Auf der Website von Baukultur Wädenswil erstellten sie ein Lexikon über verschiedenste Themen zu Wädenswil. Etwa, wie sich Wädenswil vom Dorf zur Stadt entwickelt hat. Oder es werden Quartiere, Brauchtum und Persönlichkeiten beschrieben.