1912
Nach Abschluss eines zehnjährigen Vertrags mit dem Landeigentümer Kölliker ist es möglich, auf dem Wädenswiler Schiessplatz Steinacher zwischen den Scheibenständen 400 Meter und 300 Meter Pistolenschiessen durchzuführen.
1914–1918
Aktivdienst und knappe Munitionszuteilung schränken den Schiessbetrieb während des Ersten Weltkrieges stark ein.
1916
Der Pistolen- und Revolverschiessverein Wädenswil tritt dem neu gegründeten Bezirksschützenverein Horgen bei.
1920
Das 1894 gebaute Schützenhaus Steinacher brennt nieder; das eingelagerte Material des Vereins wird vernichtet. An einer ausserordentlichen Generalversammlung tritt der Vorstand in globo zurück. Begründung: «Schiessgelegenheit in der Gemeinde fehlt, von Material im Schiessstand keine Spur mehr zu finden, allgemeine unsichere soziale Verhältnisse und düsterer Ausblick in die Zukunft.» Ein neuer Vorstand aus den Herren Dr. Josef Hess (Präsident), Carl Robert Ziegler, Ernst Laue und Walter Hiestand setzt auswärts wieder Schiessübungen an.
1921
Mit einem Gemeindebeitrag von 650 Franken kann der Verein beim 400-Meter-Stand Steinacher ein Provisorium ohne Zeigerwehr herrichten. Am 16. April wird bei Schneegestöber die erste Übung abgehalten.
Die folgenden Jahre bringen dem Verein Entwicklung und innere Festigung. Man führt jährlich bis 15 Übungen durch, besucht das Eidgenössische Schützenfest in Aarau, veranstaltet Endschiessen und pflegt bis zum Morgengrauen Geselligkeit und Kameradschaft.
1926
Einigen Schützen ist aufgefallen, dass das Scheibenbild auswärtiger Stände viel kleiner ist. Man misst die Distanz im eigenen Stand nach und muss die Scheiben im Steinacher von schwach 40 Metern auf 50 Meter verschieben!
1927
Beitritt zum Schweizerischen Pistolen- und Revolverschützen-verband.
Dr. Walter Weber und Walter Rusterholz stiften einen Wanderbecher. Besuch des Aargauer Kantonalschützenfestes und des Albisgüetli-Schiessens in Zürich.
1928
Unter Benützung der letzten vier Fenster im südöstlichen Teil des Schützenhauses Steinacher kann ein neuer Pistolenstand geschaffen und am 23. Juni eingeweiht werden. Die Kosten werden wie folgt gedeckt: Gemeinde 3500 Franken, Vereinsmitglieder 3295 Franken, Verein 325.75 Franken.
1929
Freundschaftsschiessen im Steinacher mit den Pistolenschützen aus Horgen und Thalwil.
1930
6. Rang in der Kategorie III am Kantonalen Schützenfest in Zürich. Aufgrund seiner glänzenden Schiessresultate kann Ernst Isliker als erster Ersatzmann der Schweizer Pistolen-Equipe am Internationalen Wettkampf in Amsterdam teilnehmen.
1931
Schiessen um Vereinsgoblet, Zinnteller und Wanderbecher; Endschiessen mit gestifteten Chäs- bzw. Öpfelchüechli.
1932
Erstes Fasnachtsschiessen mit Jagd-, Duell- und Kunststich sowie fakultativem Schnellfeuer. Erstes Silvesterschiessen am 31. Dezember dieses Jahre. Anschaffung eines Kranzkastens.
1933
Zürcher Kantonalschützenfest in Zürich. Sieg in der Kategorie III: Silberbecher und Wappenscheibe. «Da die Dreierdelegation am Absenden in Zürich den ganzen Tag hingehalten wurde, beschliesst der Vorstand mit Rücksicht auf die ausserordentlichen Auslagen, jedem Teilnehmer ausnahmsweise 5 Franken nachzuvergüten.»
1934
Training mit dem Internationalen Ernst Isliker auf das Eidgenössische Schützenfest in Fribourg. Die Wädenswiler Pistolenschützen belegen den 3. Rang von 64 Sektionen. Klänge der
Harmoniemusik und Jubel der Bevölkerung empfangen die siegreichen Schützen am
Bahnhof Wädenswil.
1935
Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins. Ehrenmitgliedschaft für das Gründungsmitglied Gottlieb Knecht. Eidgenössisches Pistolenfeldschiessen im Stand Wädenswil.