Die Jahresberichte vermitteln ein anschauliches Bild vom Leben und vielseitigen Wirken im Kinderheim Grünau:
1974
Das Konzept, welches für das Heimleben bestimmend ist, ist vertieft worden. Dass die theoretischen Vorstellungen durch die Realität einige Korrekturen erfuhren, versteht sich von selbst. Die Idee, als Grossfamilie zu leben und nach aussen aufzutreten, wird real erlebt. Das Heim wird mit verschiedenen Gaben bedacht: mit Turngeräten, einem Radio, einem Plattenspieler, einer Kartoffelschälmaschine und einem neuen Boot.
1975
Der Einbau einer automatischen BrandmeIde-Anlage erhöht den Feuerschutz im Kinderheim Grünau.
1976
Mit der Schule für Soziale Arbeit in Zürich wird ein Vertrag abgeschlossen, wonach diese dem Kinderheim Grünau alle sechs Monate eine Praktikantin zuteilt.
1977
Der Stiftungsrat beschliesst eine Fassadenrenovation am bald 130 Jahre alten Haus. Kinder können neu unter Umständen auch über die obligatorische Schulzeit hinaus in der Grünau bleiben und eine Berufslehre absolvieren.
1978
Es ist ein grosses Problem, die Öffentlichkeit mit den Heimfragen vertraut zu machen.
1979
Das Image des Heims hat einen schweren Stand. Unsachliche Vorstellungen sitzen in der Bevölkerung tief. Wandlungen in den Auffassungen brauchen auch da viele Jahre.
1980
Trotz vier Neuaufnahmen im laufenden Jahr können nicht alle Anfragen nach Heimplätzen berücksichtigt werden. Das Erzieher-Ehepaar zieht ins gemietete benachbarte Wohnhaus der Stifterin Alice Weber ein.
1981
Die Kinder üben das Theaterstück «Peronnik der Einfältige» ein und führen es im Altersheim Au auf.
1982
Der «Allgemeine Anzeiger vom Zürichsee» berichtet ausführlich und begeistert über das Jubiläum «10 Jahre Stiftung Kinderheim Grünau».
1983
Einbau von zwei Mansarden-Zimmern im Dachstock des Kinderheims.
1984
Am 10. April gilt es endgültig Abschied zu nehmen von der im 89. Altersjahr verstorbenen Gründerin Alice Weber.
1985
Dr. Renato Ammann übergibt das Amt des Stiftungsratspräsidenten, das er seit 1974 innegehabt hat, an Beat Weber. Radio Zürisee sammelt für das Heim über 150 Osterhasen und Ostereier. Nach 14-jähriger erfolgreicher Tätigkeit verlässt die Erzieherin Christel Weber das Heim, um wieder ihren früheren Beruf einer Maschinenzeichnerin auszuüben. Das Wohnhaus von Alice Weber geht ins Eigentum der Stiftung über.
1986
Über 120 Personen − Ehemalige, Stiftungsrats- und Behördenmitglieder − finden sich im Garten des Heims und anschliessend in der Turnhalle des Schulhauses Ort zu einem Ehemaligen-Treffen ein. Nach 14-jähriger Tätigkeit verlässt Horst Weber Ende Oktober das Kinderheim Grünau. Am 1. November geht die Heimleitung von Beat und Margo Fischer an Franz und Beatrice Dietsche-Imfeld über. Seit Oktober 1972 hat das Ehepaar Fischer mit viel Geschick und grossem Einsatz 43 Kinder begleitet und betreut.