Kulturelles Leben in Wädenswil
Quelle: Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1976 von Willi Blattmann
Die neue Skulptur von Hans Aeschbacher, am 9. Juli 1976 festlich eingeweiht.
1976, ein bedeutendes Jahr für die Freunde des Volkstheaters. Das Stück «Die Journalisten» wurde auch vom Fernsehen ausgestrahlt.
Schutz der Heimat
Fritz und Franz Weber, Heinrich und Rico Blattmann, Paul Blattmann sen. und andere haben schon vor Jahrzehnten für den Schutz der Heimat Grosses geleistet. Dank der Heimatverbundenheit, Weitsicht und Initiative dieser Männer dürfen wir heute mit Stolz von «unserer» Halbinsel Au, von «unserer» Burgruine, von «unserem» Engel und von «unserem» Etzel sprechen. Wir waren aber auch die erste Gemeinde am See, die einen durchgehenden Strandweg verwirklichte: vom Seeplatz zur Au. Heute nimmt sich die von
Professor
Albert Hauser präsidierte Natur- und Heimatschutzkommission des Schutzes unserer Heimat besonders an. Sie schuf auch das beachtliche Heimatmuseum
«Zur Hohlen Eich». Dann ist bei uns auch das
Weinbaumuseum der Ostschweiz im Werden begriffen. Professor Hauser ist zurzeit für die Schaffung eines historischen Bauerngartens auf der Au besorgt. Peter Ziegler erfreut immer wieder mit köstlichen Reminiszenzen aus dem alten Wädenswil.
Die prostestantische Kirche, 1764–1767 von
Hans Ulrich Grubenmann erbaut, ist ein Kunstwerk von besonderer Bedeutung. Mit ihren Stuckaturen gehört sie zu den bedeutenden Barockkirchen unseres Landes.
Als Maler, die über die Grenzen ihrer Heimat hinaus beachtet wurden, sind
Gottfried Steffan (1815–1905) und Carl Felber-Dachau (1880–1932) zu nennen, als Künstler von mehr lokaler Bedeutung
Paul Haldimann (1893–1951),
August Weber (1898–1957) und
Ernst Denzler. Bei der Jugend das Verständnis für Form und Farbe zu erweitern, ist eines der Anliegen von Peter Friedli, der seit einigen Jahren eine Malstube führt.
Hinzuweisen ist noch auf die vielen Vereine, die das Kulturleben ebenfalls bereichern. Damit bin ich mit meinem kulturellen Rückblick aus meiner Perspektive am Ende. Möge er vor allem die junge Generation anspornen, mit Freude und selbstlosem Einsatz das Geschaffene weiter zu pflegen und zu fördern!
Detail der Grubenmannkirche von 1767.
Michel in der Malstube. Seit vier Jahren betreuen hier Kirsten und Peter Friedli wöchentlich ungefähr 25 bis 45 Kinder im Alter von 3 bis 15 Jahren.