J. Schnyder AG
Quelle: Jahrbuch der Stadt Wädenswil 1976 von Max Brupbacher
1834 gliederte Jean Schnyder seinem Betrieb eine Seifensiederei an. Diese gab man aber 1860 wieder auf, nachdem die beiden Söhne Eduard und Konrad 1843 in Biel eine gutgehende eigene Seifenfabrik gegründet hatten.
Nach dem Tode Johann Jakob Schnyders im Jahre 1856 führte Jean Schnyder-Blattmann (1831-1903) das Unternehmen weiter. 1873 erwarb er den Sägereibetrieb von Jakob Rebmann an der Reidholzstrasse (Einsiedlerstrasse) und konnte nun Wäscherei und Färberei mit Wasser aus eigenem Weiher speisen. Auf zusätzlich erworbenem Land baute er bis 1901 seine Fabrik etappenweise aus. 1903 übernahm Paul Schnyder-Welti (1871-1915) den Betrieb seines verstorbenen Vaters. 1918 wurde das Unternehmen in eine Familienaktiengesellschaft, J. Schnyder AG, umgewandelt. 1929 erweiterte man die Fabrik an der Einsiedlerstrasse auf vier Stockwerke zu je 1400 Quadratmeter Fläche. Inzwischen hatte man der Rosshaarspinnerei weitere Produktionszweige angegliedert: die Verarbeitung von Schafwolle als Matratzenauflage und die Herstellung von Polstermatten sowie von gummierten Haaren für die Polster- und Autoindustrie. Besondere Aufmerksamkeit schenkte man den damals neu auf dem Markt erschienenen Kunstschaumstoffen und deren Anwendungsmöglichkeiten.
Am 15. August 1957 wurde die Fabrik durch einen Grossbrand heimgesucht. So gross der Schaden an Gebäude und Material auch war, gab dieses Unglück doch den Anstoss zu einer völlig neuen Epoche. In konsequentem und eifrigem Einsatz verwandelte man die ehemalige «Rosshaari» in die moderne, heute bestbekannte J. Schnyder AG, Fabrik für Matratzen und Liegemöbel.
Max Brupbacher Geschäftsführer