Sommerferien zu Hause müssen keine Verlegenheitslösung sein. Insbesondere Wädenswil und seine Umgebung bieten zahlreiche Möglichkeiten. Allerdings hat das Erlebnis einen Preis. Wer nichts unternimmt, dem gesellt sich oft nur Langeweile bei. Ziel des Ferienpasses ist es daher, Schülern und ihren Eltern Anreiz und Erleichterung für aktive Freizeit in der Wohngemeinde und deren Einzugsbereich zu geben.
Bereits der Start war ein voller Erfolg. 1979 kauften über 1100 Kinder den Ferienpass. Für 1980 ist gar eine Auflage von mehr als 1200 zu melden. Das Angebot kommt also gut an. Was beinhaltet es im Einzelnen, welches sind die Eigenheiten des Ferienpasses ?
Gratis können das
Strandbad in der Rietliau, die
See-Badi in der Nähe des Wädenswiler
Schiffsteges sowie das Hallenbad besucht werden. Wer nicht zu Fuss geht oder mit dem Velo fährt, besteigt den Ortsautobus. Der Ferienpass ist Schlüssel zur Gratisfahrt. Auch die Ausflugsziele, die im Programm Aufnahme finden, sollen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. So gehörten 1979 und 1980 die Gutscheine für den Eintritt in den Kinderzoo und die Fahrt auf dem Zürichsee nach Rapperswil zusammen. Mit der
Südostbahn konnte 1979 der Tierpark in Goldau und 1980 das Hochstuckli erreicht werden.
Die besondere Ausprägung erhält der Wädenswiler Ferienpass durch zahlreiche Vereinsangebote. Schnuppersegeln, Einführung ins Tennisspiel, Ruderplausch, Gras-Skifahren, Wanderfahrt und Velotour sind nur einige Stichworte für bleibende Erinnerungen begeisterter Teilnehmer. Allen Vereinen, die bisher zum Gelingen des Ferienpasses beigetragen haben, gebührt herzlicher Dank. Die Gesundheits- und Sportbehörde, die den Versuch für 1979 keineswegs in der Gewissheit des Erfolges unternahm, weiss insbesondere die wichtige Koordinationshilfe zu schätzen, die von der
Interessengemeinschaft der Wädenswiler Sportvereine geleistet wird.
Dass der Ferienpass 1980 die Erwartungen erfüllte, die durch den gelungenen Versuch von 1979 geweckt worden waren, lag auch daran, dass die Zweitauflage einige Weiterungen des Angebots brachte. Hervorzuheben sind die Anlässe der
Gemeinschafts- und Freizeitanlage. Töpfern und Brennen, Farbdrucke auf Leibchen sowie ein Zeltlager am
Bachgaden Weiher ergänzten das Angebot vorteilhaft. Sehr erfolgreich war auch die Idee der Gesundheits- und Sportbehörde, in den Ferienpass des Sommers 1980 eine Betriebsbesichtigung einzubeziehen. Rund 300 Kinder genossen die Führung durch den Joghurtfabrikationsbetrieb der Hirz AG in Spitzen-Hirzel.