Schauen wir von der Schlieregg nach Norden auf die Moränenzüge der Aahalde und des Widenhölzli mit den dazwischenliegenden Tälchen und im Süden auf die mit einer Linde geschmückten Moränen jenseits der Sihl, so überblicken wir eine Landschaft von nationaler Bedeutung. Kaum irgendwo in unserem Land sind die Spuren der letzten Eiszeit so klar zu erkennen wie hier, in diesen parallel zum Zürichsee verlaufenden Seitenmoränen. Walter Höhn zählt in seiner Schrift «Vom Werden unseres Heimatbodens» sieben solche Moränenzüge auf, die zeigen, wo der Gletscher auf seinem Rückzug jeweils längere Zeit stehen blieb. Solche Rückzugsstadien finden wir in den Stirnmoränen im Limmattal von Killwangen bis Zürich, und in der Stadt selber sind die Hügel der «Katz», der Hohen Promenade und der Kirche Enge solche Zeugen.
Andere Landschaftsbilder erhalten wir vom Auhügel aus: nach Osten der Uferstreifen zwischen Bahnlinie und See, die Schilfbestände am flachen Ufer, der Blick über den obern Zürichsee und den Obersee, die Nagelfluhberge um die Linthebene mit Speer und Schäniserberg auf der einen, Etzel und Schönboden auf der andern Seite.
Anders erscheint die Sicht auf der Landseite der Halbinsel Au: die Industriezonen an der Seestrasse und unterhalb des Waldstreifens Gerenholz; dazwischen trotz der starken Überbauung noch ein Stück der ursprünglichen Landschaft mit den behäbigen Bauernhäusern und Scheunen, hochstämmigen Birn-, Apfel- und Kirschbäumen. Auf der Seeseite das rechte Ufer mit seinen immer stärker zusammenwachsenden Dörfern und darüber die Wiesen und Wälder am Pfannenstil.
Ganz anders die Landschaft, wenn wir von der Waldecke oberhalb Oedischwänd die Hänge zur Schindellegi emporschauen: weitgehend unverdorbenes Bachgehölz längs des Aabachs, vor uns das Schulhaus Stocken, dahinter Zimmerberg und Albiskette.
Und auf der andern Dorfseite, wenn wir vom Bänklein zwischen Neuguet und Sennweid gegen den Glärnisch und die Wägitalerberge blicken, wieder ein neuer Eindruck: im Vordergrund das Bachgehölz des zu den Eichmüliweihern führenden Bächleins, dahinter die Burgruine Alt-Wädenswil, die Überbauung südlich Burghalden und dahinter Ufenau, Lützelau und Rapperswil, als Abschluss rechts die Waldhänge des Hohen Ron.
Überraschend ist vor allem die Aussicht, wenn wir von der Autobahnraststätte auf dem Fussweg zur Geländekante beim Furthof kommen: vor uns Wädenswil und der Zürichsee von Zürich bis zum Obersee.