Ofenhaus, Werkstattgebäude mit Stationsgasuhr und Regulator, Kohlen- und Coakschuppen, 2 Gasometer mit Beheizungsanlage, Hochkamin, Reiniger- und Apparatenhaus mit folgenden Apparaten: 2 Kühler, 1 Teerscheider, 1 Wäscher, 3 Reiniger, 1 Manometertafel, total für 140 950 Franken assekuriert, Gebäudeplatz mit Umgelände, das gesamte Gasleitungsnetz, soweit es Eigentum der Gasbeleuchtungsgesellschaft ist.» Dazu kamen das Verwaltungs- und Wohngebäude Nr. 257 samt Gebäudeplatz und Umgelände, ferner das Büro- und Ladenmobiliar.
Trotz solcher Bedenken sprach sich die Gemeindeversammlung vom 29. März 1925 – einem Mehrheitsantrag der Rechnungsprüfungskommission folgend – mit 565 gegen 193 Stimmen für die Ferngasversorgung aus und ermächtigte den Gemeinderat, mit der Stadt Zürich einen Gaslieferungsvertrag abzuschliessen. Gleichzeitig erhielt die Behörde den Auftrag, in der Rietliau einen Gasometer von 4000 m3 Inhalt zu erstellen und die Liquidation des Gaswerks an der Eintrachtstrasse in die Wege zu leiten.
Unverzüglich wurde auf Kosten das Gaswerks der Stadt Zürich mit dem Bau der Ferngasleitung Zürich – Wädenswil begonnen. Ab der Kompressorstation Wollishofen sollte das Gas mit zwei bis drei bar Druck in den neuen Gasbehälter im Gwad eingespeist und von da mit 18 mbar ins Wädenswiler Verteilnetz abgegeben werden.
Anfang August 1926 waren die Arbeiten beendet, und der «Allgemeine Anzeiger vom Zürichsee» konnte am 7. August melden: «Züri-Gas zieht durch das Verteilnetz der Gemeinde Wädenswil! Freitagmorgen wurde die stark strapazierte und bis aufs Äusserste beanspruchte Ofenanlage des Gaswerks Wädenswil ausser Betrieb gesetzt; die Feuer sind gelöscht, und aus dem Hochkamin ist das letzte Räuchlein entflohen. Ein Gemeindebetrieb, der einzige, welcher dem Gemeindesäckel regelmässige und ganz nennenswerte Überschüsse ablieferte, ist damit stillgelegt worden ... »
Heutiger Leitungsbau unter Einsatz modernster Hilfsmittel.
Peter Ziegler