1969 wurde unter der Leitung von Gemeindepräsident
Fritz Störi eine «Studienkommission Regionalspital» ins Leben gerufen. Ihr gehörten neben Wädenswiler Politikern auch Vertreter der Gemeinden Richterswil, Hütten und Schönenberg sowie alle Kadermitarbeiter der Spitäler Wädenswil und Richterswil an. Einen ersten Projektierungskredit von 90000 Franken, mit dem das Vorhaben konkretisiert werden sollte, genehmigte die Gemeindeversammlung Ende Juni 1970 mit deutlicher Mehrheit.
3 Die Studienkommission schrieb darauf einen Wettbewerb für einen Spitalneubau aus. Siegreich ging daraus 1972 das Projekt der Zürcher Architekten Schindler, Spitznagel, Burkhard hervor, die kurz zuvor schon in Zürich die Spitäler Triemli und Balgrist gebaut hatten. «Die Bauten fügen sich ohne übermässige Höhenentwicklung gut ins Gelände ein. [...] Die architektonische Haltung des Projekts zeichnet sich durch Einfachheit und Klarheit aus. Sie wirkt massstäblich angenehm, wenn auch im Ganzen etwas spannungslos», urteilte die Jury.
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Der nächste Schritt war dann wieder politisch: Den Gemeindeversammlungen der vier beteiligten Gemeinden beantragten die Exekutiven, einen Zweckverband «Regionalspital Wädenswil» zu gründen.
5 In Wädenswil war der Antrag praktisch unbestritten und wurde wie auch in den Berggemeinden klar angenommen.
6 Richterswil zeigte sich etwas skeptischer, weil sein Spital im Gegensatz zum Wädenswiler Krankenhaus nicht so dringend sanierungsbedürftig war. Aufgrund der Spitalplanung von 1965, die sich für eine regionale Zusammenlegung geäussert hatte, durfte man jedoch für weitere Ausbauten kaum mehr mit kantonalen Subventionen rechnen. «Der Gemeinde (bleibt) praktisch keine Wahl, als sich aktiv am Zweckverband zu beteiligen», formulierte es der Richterswiler Gemeindepräsident Hans Grämiger. Auch Richterswil stimmte in der Folge dem Zweckverband zu.
7 Zwei Monate später segnete der Regierungsrat den Zweckverband ab.
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Parallel dazu wurde das Detailprojekt für das neue Regionalspital in der Eichweid ausgearbeitet. Es lag im Herbst 1972 vor. Das Gebäude war zweiteilig geplant: Ein flacher, abgetreppter Bau mit den medizinischen Einrichtungen und vier Operationssälen sowie ein achtstöckiges, 25 Meter hohes Bettenhochhaus. Es war auf 180 Betten ausgelegt und baulich so geplant, dass es in einer zweiten Etappe um sechzig weitere Betten hätte ergänzt werden können. Auch wenn Vergleiche mit heute wegen der stark veränderten medizinischen Ausgangslage nur mit Vorsicht zu geniessen sind, scheint diese Planung recht grosszügig gewesen zu sein: Das Spital Zimmerberg in Horgen verfügt heute über 115 stationäre Betten und drei Operationssäle.