Johann Treichler-Pestalozzi, der neue Besitzer der Liegenschaft Neuhof, liess Haus und Ausgelände in mehreren Etappen umgestalten. Für 1869 und 1876 durch die Brandassekuranz erfasste, nicht näher umschriebene Bauten erhöhten den Versicherungswert des Wohnhauses von 37‘000 Franken auf 52‘000 Franken. Es ist denkbar, dass damals eine erste Zinne auf den First gesetzt wurde.
Ein grösserer Erweiterungsbau fällt in die Jahre 1888/89. Damals entstand auf der Westseite ein über die Traufseite des Altbaus reichender Treppenhausanbau mit Zinne. Gleichzeitig erweiterte man die ältere, bisher symmetrisch auf dem First angeordnete Zinne um 2,6 Meter gegen Westen. Die «Skizze zum Baugespann für einen Treppenhausanbau an das Wohnhaus von Herrn Präsident Treichler im Neuhof in Waedensweil» wurde am 23. März 1888 dem Gemeinderat eingereicht. sie stammte vom Architekten
Karl Schweizer (1843–1912), dem Erbauer, Besitzer und Bewohner der Nachbarliegenschaft «Flora», der auch die Pläne für den 1882 erstellten ersten Fabrikbau der Seidenweberei Gessner und für das 1886 eingeweihte Krankenasyl Wädenswil gezeichnet hatte.
Das neue Treppenhaus wurde gemäss Bauprojekt als quaderförmiger Baukörper von 6,7 Meter Breite, 4,7 Meter Tiefe und 11,8 Meter Höhe geplant und ausgeführt. 1888 heisst es von diesem neuen Zinnenanbau, er sei noch unvollendet und daher erst für 5500 Franken versichert. Für das folgende Jahr meldet die Brandassekuranz die Bauvollendung. Nun hatte das Wohnhaus einen Versicherungswert von 55‘000 Franken, der Zinnenanbau einen solchen von 8300 Franken.
Um dieselbe Zeit dürfte das bisherige Ausgelände zu einer ersten Parkanlage umgestaltet worden sein, erwähnt doch das Grundbuch 1890 für den Neuhof neben Hofraum und Garten erstmals auch «Anlagen». 1894 ist von einer Veranda die Rede. Jakob Treichler-Gredig, seit 1895 Eigentümer der Liegenschaft, liess sie 1913 von 28 m3 auf 83 m3 vergrössern. Gleichzeitig erfolgten Bauten im Treppenhaus, und man installierte neu eine Wasserheizanlage. Dass der Neuhof schon 1897 über eine elektrische Beleuchtungsanlage verfügte, erstaunt nicht, gehörte doch Jakob Treichler zu den Pionieren der Elektrizität.
Wohl noch vor 1903 liess Jakob Treichler-Näf die Gartenanlagen seiner Liegenschaft Neuhof erweitern. Der Plan des renommierten Gartenarchitekten
Evariste Mertens (1846−1907) ist im Archiv für die Schweizer Gartenarchitektur und Landschaftsplanung in Rapperswil erhalten. Er ist nicht datiert, aber mit «Wädensweil» beschriftet, einer Bezeichnung, die 1903 durch das heutige «Wädenswil» abgelöst wurde. Durch Mertens, der auch den
Rosenmattpark gestaltet hat, erhielt der weiträumige
Neuhof-Park jene Gliederung und Wegführung, die heute noch gut erkennbar ist und mit dem Spiel zwischen weichen Formen der Bäume und strenger klassizistischer Gartenarchitektur den passenden Rahmen schafft für die herrschaftliche Villa. Im Plan eingezeichnet sind die Rasenflächen und Baumbestände, der Teich mit Brücke und anschliessendem Alpengarten südwestlich des Hauses, der mehr westlich gelegene Schuppen, für den Architekt Karl Schweizer im Mai 1896 das Baugesuch eingereicht hatte, daneben der Hühnerhof und der Kompostplatz. Zur Kreuzstrasse hin schliesst sich der Gemüse- und Obstgarten an und oberhalb des «Vereinshofs» – wo später das Gewächshaus stand – ein Feld für Spargeln.