ROSENHOF

Eidmattstrasse 25, WÄDENSWIL

Spätbiedermeierlicher Dorfpalast, entstanden durch Umbau eines Schulgebäudes. Frühindustrielle Kombination von Produktion und herrschaftlichem Wohnen. Keimzelle der Seidenfabrik Gessner.

Fotographie um 1875–1890 (Ausschnitt)


1819–1820
Bau eines gemauerten Schulhauses anstelle des alten Dorfschulhauses, eines holzverschalten Satteldachbaus.

1836, 1849
Nach dem Umzug der Schule ins neu erbaute Eidmattschulhaus wird das Gebäude an eine Textilfirma verkauft: Betrieb einer Seidenweberei und -winderei. 1849 wird August Gessner (1815–1896), seit 1841 Compagnon, alleiniger Eigentümer.

1850–1855
Das Wohn- und Produktionsgebäude erhält seine heutige Gestalt: Erweiterung um Flügel mit Terrassen und Anbau eines vierten Geschosses mit hohen Fenstern und einem Festsaal. Rückwärtig Anbau eines Treppenhauses und Errichtung eines hölzernen Dienstgebäudes im Schweizerhausstil.
Der Name Rosenhof taucht erst in den 1890er-Jahren auf.

1982–1991
Die Stadt Wädenswil, seit 1975 Besitzerin des Hauses, will dieses 1982 durch ein Alterswohnheim, 1987 durch einen Gemeindesaal ersetzen (Wettbewerb 1988). Nach dem Scheitern der Vorlage (1990) nimmt die kantonale Baudirektion den Rosenhof in das Inventar der überkommunalen Schutzobjekte auf.

2000–2001
Renovation mit Begleitung durch die kantonale Denkmalpflege und Unterschutzstellung.